Öffnungsmöglichkeiten für Dienstleistungsunternehmen unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Verordnung

Grundsätzlich sollten Sie die jeweils geltenden Regelungen (aktuelle Corona Verordnung,  Allgemeinverfügung)  im Land Bremen vor Öffnung Ihres Dienst­leistungsunternehmens (z.B. Reisebüro, Versicherungsagentur, Immobilienmakler) einsehen. 
Für Dienstleistungsbetriebe, die keine körpernahe Dienstleistung erbringen, gilt im Grundsatz Folgendes:
  • Abstandsgebot und Maskenpflicht: Für jeden einzelnen Kunden eines Dienstleitungsbetriebes gilt das einfache Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht. Der Kunde/die Kundin kann auch von weiteren haushaltzugehörigen Personen begleitet werden.
  • Schutz- und Hygienekonzept nötig: Für den Schutz von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern ist nach § 4 Absatz 2 Satz 1 ein Schutz- und Hygienekonzept nach § 5 zu erstellen und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzuzeigen. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung regelt zusätzlich auch den Schutz der Mitarbeiter (Gefährdungsbeurteilung, Kontaktreduzierung, Lüften, etc.).
  • Erfassung der Kundendaten: Dienstleistungsunternehmen müssen die Daten der Kundinnen und Kunden nach § 6 erfassen. So sind die Namen der Kunden und Kundinnen, die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse sowie der Zeitpunkt des Betretens und Ver­lassens des Ge­schäftes festzuhalten und für vier Wochen aufzubewahren.
  • Körpernahe Dienstleitungen, die nicht medizinisch notwendig sind: Nicht medizinisch notwendige körpernahe Dienstleistungen, bei denen ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sind nach § 1A, Abs. 3 zulässig. Sie unterliegen ab dem 10. Januar 2022 der 2G+ Regelung, hier ist also der Nachweis geimpft, genesen und ein zusätzlicher Testnachweis zu erbringen. Ein Testnachweis ist entweder ein negatives Schnelltestergebnis aus einem Testzentrum oder ein negativer PCR Test. Der Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, der PCR Test nicht älter als 48 Stunden. Vom Testnachweis ausgenommen sind alle Personen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Außerdem muss in den 3 Monaten nach der 2. Impfung kein Testnachweis erbracht werden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der 2G+ Regel ausgenommen. Zudem kann sich aus weiteren Vorgaben, z.B. der Berufsgenossenschaften, ergeben, dass eine Maske auch während der Dienstleistung zu tragen ist. Ist dies z.B. bei der Kosmetik/ Haar-, Bartpflege nicht möglich, sind andere Maßnahmen zu ergreifen.
  • Maskenpflicht für Kunden und mit Einschränkungen auch für Mitarbeiter: Für Kunden und  Mitarbeiter besteht in Grundsatz immer die Maskenpflicht. Der Mitarbeiter kann seinen eigenen Arbeitsplatz (z. B. Schreibtisch) ohne Maskenpflicht nutzen, alle anderen Verkehrsflächen im Büro (Laufwege, Treppenhäuser, WC-Anlage, Küche) sind masken­pflichtig. Dabei sind OP-Masken oder medizinische Gesichtsmasken mit dem Standard KN95/N 95 bzw. FFP 2 vorgeschrieben. Kinder unter sechs Jahren sind nach § 3 Absatz 3 Satz 1 von der Pflicht befreit. Bei Kindern bis 15 Jahren reicht eine textile Barriere als Mund-Nase-Bedeckung beim Besuch eines Dienstleistungsunternehmens aus.
Weitere Informationen in Bremen unter:  https://www.inneres.bremen.de,
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Stand: 07.01.2022