Corona: Maskenpflicht für Mitarbeitende

Eine generelle Pflicht zum Tragen von Masken für Verkaufspersonal aufgrund der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gibt es nicht.
Für Beschäftigte gilt nach SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung:
Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder FFP-2-Masken (oder vergleichbar) wird als Ergänzung zu den übrigen zentralen Schutzmaßnahmen in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum und in den Betrieben vorgeschrieben. Dies bezieht sich insbesondere auf Situationen, in denen Menschen zusammentreffen und der Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander nicht eingehalten werden kann (z. B. in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz).
Gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard von Bundesministerium für Arbeit und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Verbindung mit der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sollen in den Fällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, medizinische Gesichtsmasken oder FFP-2-Masken (oder vergleichbar) in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt und getragen werden. Aus der Sicht des Arbeitsschutzes besteht kein genereller Zwang zum ständigen Tragen von Masken. Die Art der Masken werden im Anhang zur SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung dargestellt. Vergleichbar heißt, dass auf eine gleichwertige Maske zurückgegriffen werden kann, wenn keine zertifizierte Maske verfügbar ist.
In erster Linie ist ein Abstand von 1,5 m zwischen Personen (Kunde-Verkaufspersonal; Verkaufspersonal-Verkaufspersonal) einzuhalten. Ist dies nicht möglich, so sind technische Maßnahmen zu treffen, wie z.B. Abtrennungen (Plexischeiben) zwischen Kunde und Verkaufspersonal. Kann eine Trennung nach einer der beiden Vorgaben nicht sichergestellt werden, so sind Masken zu tragen.
Dies würde im Verkauf z.B. beim Verräumen der Ware oder beim Kundengespräch zutreffen. Hier besteht die Möglichkeit, dass ein Kunde unerwartet sehr nahe an das Verkaufspersonal herantritt. In einer Doppelkasse, in der das Verkaufspersonal mit weniger als 1,5m zusammensitzt, trifft dies ebenfalls zu.
Sollten Masken getragen werde müssen, so sind ausreichende Pausen- und Erholungszeiten einzuplanen. Bei FFP-2 Masken sind die vorgegebenen Tragezeiten für Beschäftigte zu beachten.
Konkretisiert werden die Maßnahmen in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel, wie z.B. Gefährdungsbeurteilungen, AHA-L, grundlegende Maßnahmen, Trennwände an Kassen usw.
Zusätzlich ist die jeweils gültige Landesverordnungen zu beachten!
Hier könnten zukünftig weitergehende Maßnahmen auch für den Einzelhandel gefordert werden. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung stellt daher den grundsätzlich einzuhaltenden Grundlevel, unabhängig der Landesverordnung, dar. Dies gilt im Übrigen auch für "mildere" Warnstufen wie z.B. derzeit in Bremerhaven.
Die Berufsgenossenschaft für Handel und Warenlogistik stellt auf ihrer Internetseite vertiefende Informationen zum Schutz der Beschäftigten zur Verfügung, die Sie hier aufrufen können.