Handelskammer über die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg zur 2G-Regelung im Einzelhandel: Belastungen für den Handel reduzieren

(PM 66-2021, 17.12.2021)
Die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven begrüßt die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg, mit der die 2G-Regelung für den Einzelhandel in Niedersachsen gekippt worden ist. Die Richter haben nach Ansicht der Handelskammer zu Recht darauf hingewiesen, dass die 2G-Regelung für den Einzelhandel in der bestehenden Form nicht notwendig ist. Angesichts zahlreicher Ausnahmen sei keine Systematik in den Vorgaben der Corona-Verordnung mehr erkennbar.
Nach Ansicht der Handelskammer muss es jetzt darum gehen, die Konsequenzen des Urteils für das Land Bremen zügig zu prüfen, um Wanderungsbewegungen der Kunden an die Wettbewerbsstandorte im Umland zu vermeiden. Bis zu einer Prüfung des Urteils bleibe die bestehende „Bändchenregelung“, durch die eine Kontrolle der Impfausweise an jedem einzelnen Ladenlokal vermieden werden kann, das Mittel der Wahl. Dieses Modell konnte in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden sehr kurzfristig und pragmatisch entwickelt und umgesetzt werden.
Im momentanen Weihnachtsgeschäft, so die Handelskammer, wie auch in den kommenden Monaten muss die Belastung für den Handel so gering wie möglich gehalten werden. Die Erfahrungen der zurückliegenden Monate hätten gezeigt, dass der ständige Wechsel der jeweiligen Bedingungen zum Einkauf für Kunden und Händler gleichermaßen zur Belastungsprobe wurde.