Positionspapier Autoärmere Innenstadt

Die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven hat ein Positionspapier zur Entwicklung der Bremer Innenstadt und den Herausforderungen zukünftiger Mobilität erarbeitet. Diskutiert und beschlossen wurde das Papier vom Plenum der Handelskammer sowie zuvor in den Ausschüssen für Stadtentwicklung und städtischen Verkehr sowie Einzelhandel und verbraucherorientierte Dienstleistungen.
Während die Bremer Innenstadtwirtschaft selbst bereits seit längerem fordert, den motorisierten Individualverkehr im Kernbereich der Altstadt zwischen Wall und Martinistraße zu Gunsten neuer Rundläufe und höherer Aufenthaltsqualität fußgängerfreundlicher zu organisieren, betrachtet sie das Politikziel einer „autofreien“ Innenstadt kritisch und lehnt insbesondere die vom Senat für eine zweite Phase angedeutete großräumige Ausdehnung von Fahrverbotszonen ab. Eine solche Verkehrspolitik scheint kaum vereinbar mit dem viel bedeutenderen Ziel eines attraktiven, lebendigen und gut erreichbaren Oberzentrums zu sein.
In dem zehn Punkte umfassenden Positionspapier fordert die Handelskammer den Senat und die Bürgerschaft auf, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, um Bremen als attraktives und lebendiges Oberzentrum zu positionieren, das mit allen Verkehrsmitteln - sei es per Pkw, ÖPNV, Reisebus, Fahrrad, E-Scooter oder zu Fuß - gut erreichbar ist.